Bremen Classic Motorshow 2007


Alle Jahre wieder...
findet seit 2003 traditionell Anfang Februar die Bremen Classic Motorshow statt.

In diesem Jahr haben einige Mitglieder des MCD etwas Besonderes auf die Beine bzw. Räder gestellt.

50 Jahre TG 500 sind Anlass genug...
... die Raubkatzen mal richtig in Szene zu setzen!

Was lag näher als die Tiger im Zirkus zu präsentieren?

Die Akteure hinter Gittern.

Gerds Renner

während der Aufführung

Werner und Gerd


 

Diesmal wollten wir etwas Besonderes auf die Beine – genauer gesagt – auf die Räder stellen und es sollten derer 4 sein (Reserverad diesmal nicht mitgezählt). Der Kenner weiß worum es geht – die Tiger sind los! 50 Jahre TG 500 sind Anlass genug zu feiern!

 

Im Dezember – es ist ja noch soviel Zeit bis Anfang Februar – fand bei uns eine große Vorbesprechung mit Familie Haffner aus Nordenham, Dirk Ketelsen aus Kiel, Jürgen Körting aus Hamburg, Gustav Mundhenke mit Miriam, Familie Schülke und Gerd Traue aus Bremen statt. Es galt die Raubkatzen in Szene zu setzen und dazu fiel uns natürlich sofort das Thema „Zirkus“ ein. Aus dieser Idee wurde langsam ein Messeauftritt. Gitter­elemente zum Schutz des Publikums, das Wichtigste bei einem Auftritt dieser Art, waren vorhanden.

 

Die noch zu klärenden Fragen waren klar:  

  1. Wie viele Tiger?

                                                                                

    2. Welche?

                                                                            

      3. Wie werden sie gestellt?

                                                                             

       4. Was fressen sie?

 

Schnell wurde maßstabsgerecht mittels Playmobilutensilien und KaRo-Revellmodellen eine kleine Messewelt gebastelt. Und schon sprudelten die Ideen: Im Vordergrund die Gitter, im Hintergrund eine mit buntem Stoff behängte Wand mit Zirkustor und großem Schild mit dem Schriftzug „Zirkus Messerschmitt“ und als I-Tüpfelchen ein Tigermotor zum Anfassen.

 

Und nun begann die Arbeit:

Gustav Mundhenke zauberte goldfarbige Säulen und Schilderrahmen aus Bauschaum und Goldspray und seine Freundin Miriam die passenden Beschriftungen. Haffners steuerten außer ihrem Tiger noch jede Menge zirkusrotgefärbter Tücher bei. Unter Einsatz aller Farbtöpfe des „Fotoshops“ erstellte Dirk die passenden Zirkusplakate. Jürgen brachte außer seinem (lautem) TG500 noch den obligatorischen Reisekoffer aus den 50igern mit, prall gefüllt mit seinem Lieblingsgerstensaft, und Gerd stellte seinen silbernen Renntiger und natürlich einen originalen TG-Motor zur Verfügung. Auch wir stifteten noch einen Tiger und waren ansonsten für den Aufbau der Gitter, die Organisation der bunten Dekostoffe (original aus dem Bremer Goethetheater), die Illumination des ganzen Zirkus und selbstverständlich für das Catering zuständig.

 

Spannend blieb die Frage, ob all die bunten an verschiedenen Orten gebastelten Dinge am Schluss zusammenpassen würden. Aber alles fügte sich beim Aufbau in den Messehallen wunderbar aneinander.

 

Der Startschuß zur Messe fiel am Freitagmorgen um 10 Uhr. Die Messe war wie in all den Jahren wieder sehr gut besucht. Uns beschäftigten erwartungsgemäß wieder die 3 Hauptfragen: 1. Wie schnell? 2. Wie teuer? 3. Woher bekommt man noch so Einen? Von wirklichen Dummschwätzern wurden wir aber weitgehend verschont – das Gitter zeigte seine Wirkung.

 

Rührend war immer die Frage: „Sagen Sie, es gab den Messerschmitt doch auch mit 3 Rädern!?“ So aber nicht weiter verwunderlich, gab es doch auf der ganzen Messe keinen einzigen KaRo. Auch Oliver Herboltzheimer, selber mit einem Messestand vertreten, stellte nur die Rohkarosse eines Tigers aus.

 

Interessant war das Gespräch mit einem ehemaligem TG-Besitzer, der uns mit Wehmut den Untergang seines Gefährtes schilderte: Erst ging der Motor kaputt, den er dann in eine Werkstatt zum Reparieren brachte und der nach wenigen Tagen fertig sein sollte. Aber aus Tagen wurden Wochen und aus Wochen Monate – als immer noch kein repariertes Aggregat zu vermelden war, entschloss er sich den Rest in einer wilden Müllkippe zu entsorgen. Er hat ihn eigenhändig den Müllberg runtergerollt. Ja, ja, die Zeiten sind wohl vorbei, wo man solche Verbrechen beging.

 

Der Samstagabend klang mit einem gemütlichen Essen beim Griechen für alle Akteure aus.

 

Am Sonntag kam ein Vertreter der Messegesellschaft vorbei und bat uns zur Prämierung der besten Clubpräsentationen. Unsere Repräsentanten waren schnell gefunden: Gustav und unser Sohn Alexander, der der Jury am Tag zuvor unsere Fahrzeuge fachmännisch erklärt hatte, wollten den Preis, so es einen geben sollte, auf der Bühne in Empfang nehmen. Und es gab ihn wirklich:

 

Einen respektablen 3. Platz in der Gesamtbewertung aller Clubstände!

 

Alexander erklärte dem versammeltem Publikum, dass er uns dieses Jahr doch dringend gebeten hätte, uns anzustrengen, damit wir auch einmal einen Preis bekämen – er hatte die Lacher auf seiner Seite.

 

Am Sonntagabend haben wir dann unseren Zirkus wieder eingepackt. Das ging zügig vonstatten – im Abreißen sind wir die Größten! Und am Montag rollten alle Direktoren, Dekorateure und Dompteure wieder nach Hause, um sich zu erholen.

Aber alle waren sich einig: es war eine gelungene Messe und ein schönes Beisammensein. Nächstes Jahr wieder!